Code Challenge deutscher Web-Entwickler-Community

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Rainer Bendel

Registriert seit: 10.05.2006

Beiträge: 1

Mittwoch, 10. Mai 2006 11:13:27

Die deutsche Niederlassung von eZ systems sponsort den webdevity.de Code Challenge 2006, bei dem zusammengenommen Preise von über 20.000 EUR gewonnen werden können.
webdevity.de, die Web-Entwickler-Community von O’Reilly und dem Fachverlag für Computerwissen, hat auf dem LinuxTag in Wiesbaden den Startschuss für die Code Challenge 2006 gegeben. In dem Wettbewerb gilt es, bis 15. August 2006 in drei anspruchsvollen Kategorien Open-Source-Anwendungen zu programmieren, die anschließend von einer Fachjury bewertet werden. Als Siegesprämien vergeben die Organisatoren Sachpreise im Gesamtwert von mehr als 20.000 Euro. Zu den Sponsoren des Wettbewerbs gehören neben webdevity.de der CMS-Anbieter eZ Systems, der PHP-Technologieführer Zend Technologies, der Fachbuchverlag O’Reilly, der Enterprise-Software-Anbieter Novell und der Fachverlag Sigs Datacom.
Drei Kategorien
Um möglichst viele verschiedene Entwickler von Web-Anwendungen anzusprechen, stellt webdevity.de drei verschieden schwere Aufgaben im Wettbewerb: Zum einen soll ein interaktiver Web-Kalender programmiert werden, der dank moderner Interface-Technologien (Stichwort AJAX) eine ernsthafte Konkurrenz zu Client-basierten Kalendern ist. Als zweite Aufgabe gilt es, die Wiki-Technologie mit den zunehmend populären Podcasts möglichst kreativ zu kreuzen, also ein so genanntes Mashup-Projekt zu erstellen. Schnittstelle für die Verbindung könnte eine Software zur Sprach-Synthese (ein sogenanntes TTS oder Text-To-Speach-System) sein, aber auch andere Ansätze sind willkommen. Um einen reinen Programmieransatz geht es bei der dritten Aufgabe: Hier wird ein so genannter „Captcha” (Completely Automated Public Turing Test to Tell Computers and Humans Apart) gesucht. Captchas dienen dazu, auf Webseiten das Ausfüllen von Formularen durch automatische Softwareprogramme zu verhindern. Dazu stellen sie dem Nutzer eine Aufgabe, die für Menschen einfach, für Computer aber sehr schwer zu lösen ist.
Teilnahmebedingungen
Die Teilnehmer können Lösungen für eine oder mehrere Aufgaben entwickeln und müssen ihr Programm bis 15. August 2006 an webdevity.de einsenden. Die Web-Anwendung soll auf den aktuellen Versionen von Internet-Explorer 6.0 und Firefox 1.5 lauffähig sein. Die Lizenz der eingereichten Software muss die Bedingungen der OpenSource Initiative (http://www.opensource.org/docs/definition.html) erfüllen; die genauen Bedingungen und Anforderungen des Wettbewerbs sind online unter http://www.webdevity.de/codechallenge06 abrufbar.
Preise
Alle Einsendungen bewertet eine Jury aus Experten der beteiligten Verlage, der Sponsoren und des Webforums webdevity.de. Die Preisverleihung findet während der 2. europäischen O’Reilly Open Source Convention (EuroOSCON) in Brüssel im September 2006 statt. Neben dem besten Webkalender, dem besten Wiki-Podcast und dem besten Captcha vergibt Zend Technologies einen zusätzlichen „Zend PHP Award“ für den besten in PHP programmierten Webkalender. Die vier Hauptgewinner erhalten jeweils attraktive Prämienpakete, darunter ein Ticket für die EuroOSCON, mehrtägige Schulungen von eZ Systems, Produktlizenzen von Zend Technologies oder eine Professional Membership im Developer-Net von Novell. Neben den Hauptgewinnen verlost webdevity.de unter allen übrigen Teilnehmern eine Vielzahl weiterer Preise, darunter Frei-Abos von Sigs-Datacom-Magazinen. Alle Einsender erhalten auf jeden Fall ein Fachbuch von O’Reilly ihrer Wahl als Geschenk und eine Jahresmitgliedschaft für webdevity.de. Teilnehmer, die sich unter http://www.webdevity.de/codechallenge06 registrieren, erhalten ab sofort (also schon vor dem Einsendeschluss) die kostenlose Jahresmitgliedschaft für webdevity.de, wo für den Wettbewerb ein spezielles Forum mit hilfreichen Tipps rund um die Code Challenge 2006 eingerichtet ist.
Über webdevity.de
webdivity.de ist das erste professionelle Web-Entwickler Forum für Open Source-Lösungen in deutscher Sprache. Unter http://www.webdevity.de/forum/ wendet sich das Expertenforum seit März 2006 an die geschätzten 200.000 Entwickler im deutschsprachigen Raum. Bekannte Fachbuchautoren des O’Reilly Verlags stehen den zahlenden Nutzern Rede und Antwort zu Themen wie PHP, MySQL und Javascript. Die Mitglieder erhalten garantiert innerhalb von 24 Stunden individuelle Expertenantworten auf ihre Fragen und können in der Community Informationen mit anderen professionellen Entwicklern austauschen. webdevity.de bietet Hauptforen zu den Themen Programmierung (zum Beispiel PHP, Perl, Javascript), Datenbanken (zum Beispiel MySQL, PostgreSQL), Auszeichnungssprachen (zum Beispiel CSS) und Webserver. Experten und Fachbuchautoren des O’Reilly Verlags wie Sebastian Bergmann, Trainer für PHP, und Peter Klicmann, Spezialist für Open-Source-Software, Datenbanken und Perl, antworten bedarfsgenau und schnell auf die Fragen der Mitglieder. Alle Fragen und Antworten werden in einer Wissensdatenbank gespeichert. Dieses Archiv stellt den Usern neben geballtem Expertenwissen auch Code-Beispiele zur Verfügung.

Jehawi Goldstein

Registriert seit: 28.04.2006

Beiträge: 18

Dienstag, 23. Mai 2006 14:44:53

Ich weiss, meine Meinung interessiert keinen, aber ich muss es loswerden.

Dieses permanente Hypen von AJAX geht mir echt auf den Keks - zumal es völlig in die falsche Richtung geht. Da hat man nun fast die Designer soweit gehabt, dass Sie anfangen zu begreifen, dass das Web sowohl für Maschinen als auch für behinderte Menschen benutzbar sein muss, da kommt diese schwachsinnige AJAX-Welle - war denn FLASH nicht Beweis genug dafür, dass es nicht funktioniert: HTML-Widgets sind nun mal leider völlig primitiv, da hilft kein Flash, kein DHTML, kein AJAX. Es fehlt einfach so viel, was es anderswo gibt, es macht einfach keinen Sinn, da ständig drumherum basteln zu wollen. Man mache sich klar, das es noch nicht einmal eine vernünftige Methode zur Silbentrennung gibt. Ja sogar TABS oder andere Whitespaces bereiten Probleme. Es fehlen einfach WIDGETS, die in anderen Toolkits schon seit ewigen Zeiten dabei sind - in einem Jahr werden irgendwelche Kiddies wohl auf die Idee kommen, z.B. abreissbare Buttonleisten mit Javascript zu simulieren - wird das dann der nächste Hype.

WEB-Services war eine positive Entwicklung, da waren Leute am Werk, die weit in die Zukunft voraus gesehen haben. XUL war ein konsequenter Schritt in diese Richtung, der Browser als transformierbares Interface für beliebige Daten.

Aber AJAX? Es ist immer wieder traurig zu sehen, wie interessante Entwicklungen übertönt werden vom Jahrmarkt-Getöse einer letztlich lächerlichen Interface-Zauberei, die aber das zugrundeliegende Problem nicht löst, sondern nur aufschiebt. Das was daran nervt, ist das niedrige Niveau - es geht nicht um irgendetwas Neues oder eine dauerhafte Lösung, es geht um ein wenig Optik und Hokuspokus und schon pinkeln sich alle in die Hose, weil sich eine Webseite plötzlich benimmt "fast wie ein echtes Programm - toll".

Nix gegen die kleinen, praktischen Sachen, die mit Ajax einen ständigen Reload der Seite vermeiden helfen - aber das ist doch bitte keine "technologische revolution" oder sowas - das ist doch lächerlich.



Tobias Struckmeier

Tobias Struckmeier

Registriert seit: 25.01.2006

Beiträge: 22

Dienstag, 23. Mai 2006 23:59:12

Hi Jehawi,

ich bin auch ziemlich gegen dieses gehype um Ajax. Die Punkte die Du ansprichst, wie z.b. die Barrierefreiheit treffen absolut zu.
Nicht zu vergessen die Sicherheitsprobleme die leicht in "Ajax Anwendungen" durch unerfahrene Entwickler eingebaut werden.

Ersteinmal ist Ajax, ja nichts anderes als DHTML gewürzt mit einem HTTP Request per Javascript. Möglich war das schon lange. Auch ohne das XMLHTTP Request Interface war es z.B. mittels verdeckter Frames und ähnlichen Tricks schon vorher möglich derartige Konzepte umzusetzen.

Ajax kann jedoch auch nützlich sein um Anwendern die Bedienung einer Applikation zu vereinfachen. Auch ermöglicht es Bedienkonzepte die Anwendern Arbeitsschritte ersparen können.
Es eignet sich meines erachtens hauptsächlich für in Betrieben eingesetzte Applikationen, die nicht jedem Zugänglich sind sondern einer definierten Benutzergruppe.
Wichtig ist dabei weiterhin das "Ajax" dabei nur als Add-on eingesetzt wird. Sprich die Applikation auch ohne aktiviertem JS nutzbar ist. Das ist bei einem entsprechenden professionellem Framework auch keine Hexenwerk.
Andere Techniken wie XUL sind wunderbar. Jedoch sind diese auf einen Browser eingeschränkt. Was die Entwicklung Systemunabhängiger Software wieder ab absurdum führt und eher für Einzelprojekte interessant macht.

Das waren meine 5ct.

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